„Das ist nicht German Angst“
Weller warnt vor den Folgen der politischen Hängepartie. Damit Kunden ihre Kaufentscheidungen nicht länger aufschieben, braucht es sofortige Klarheit durch einen schnellen Förderstart, die rückwirkende Anrechnung ab Januar und den Einbezug junger Gebrauchtwagen. Entscheidend ist für ihn eine schlanke Abwicklung: „Der Kunde kommt zu uns und wir lösen seine Probleme“, beschreibt Weller die Erwartung an das Autohaus, die nicht durch zusätzliche Bürokratie im Verkaufsprozess erstickt werden darf. Die harte Prognose: Kahlschlag bei den Standorten Die eigentliche Herausforderung liegt für den VAD-Präsidenten jedoch in der massiven Konsolidierung des Marktes. Er rechnet mit einer deutlichen Straffung der Handelsnetze: „Wir werden unter 12.000 Standorte gehen und wir werden unter 3.000 Eigentümer werden“, prognostiziert er. Mit dem Hochlauf der Elektromobilität verlieren klassische Werkstattleistungen an Bedeutung. „Das ist nicht German Angst“, stellt Weller klar. Bleibe die Elektrifizierung auf dem aktuellen Kurs, „halbiert sich unser Werkstattgeschäft“. Für die Betriebe bedeutet dies eine notwendige Neuausrichtung der Geschäftsmodelle sowie eine Anpassung von Prozessen und Preisstrukturen. Eine neue politische Stimme in Berlin Aus dieser Gemengelage heraus erklärt sich auch das Engagement für den VAD. Der Verband soll dem Autohandel eine eigenständige politische Stimme geben. Im Podcast berichtet der VAD-Präsident von ersten Gesprächen in Berlin, die zeigen: Wenn Unternehmer selbst sprechen, wird zugehört.
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